TV Guide: James Marsters’ Vorschau auf Torchwood-Rolle (deutsch)
By Sky • May 29th, 2009 • Category: 2008, AUF DEUTSCHquelle: TVGuide.com
publiziert: Januar 25, 2008
autor: Ileane Rudolph
photo quelle: WB & BBC.co.uk
übersetzt von: Sway
Spike wird uns immer bleiben, aber der blonde Blutsauger aus “Buffy” ist nicht die
einzige Rolle, in der sich James Marsters verbissen hat. TV Guide berichtete er
über seine neuesten außerweltlichen Projekte, unter anderem sein Auftritt in der Staffel-Premiere von
Torchwood (Samstag, 26.01., 21 Uhr/ET auf BBC America). Im ersten von zwei Teilen sprach
Marsters über seine wilde Vergangenheit, seine romantische Gegenwart und einige zukünftige Rollen.
Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit seiner Rückkehr zu Smallville.
TV Guide: In Ihrer Rolle in Torchwood spielen Sie einen gewitzten, geilen Halunken mit
britischem Akzent. Es ist kein Buffy-Crossover, wen spielen Sie also?
James Marsters: Captain John ist ein Time Agent – ein Dieb, der durch die Zeit reist
und ganze Planeten um ihre Reichtümer bringt. Captain Jack (Star der Serie John Barrowman) war einmal
sein Partner, hat sich aber jetzt gebessert. Ich tauche der in Stadt und versuche ihn von seinen
kriminellen Wurzeln zu überzeugen und wieder mit mir Spaß zu haben.
TV Guide: Gleich zu Anfang tun Jack und John etwas, was es bei Buffys Spike und Angel nie
gegeben hätte, nicht wahr?
Marsters: Richtig. Wir küssen uns. Mein Charakter ist mehr als nur bisexuell. Spike war ein
Romantiker; dieser Kerl nimmt alles, was sich bewegt. Ich werfe auch einen lüsternen Blick auf einen Pudel!
TV Guide: Igitt.
Marsters: Hey, als Captain Kirk die verschiedenen Planeten bereist hat, hat er auch mit
verschiedenen Spezies geschlafen. Sie sahen bloß alle aus wie heiße Pinups vom Planeten Penthouse.
Wie sind da ein bißchen realistischer. [lacht] Auf manchen Planeten hat man vielleicht eine Beziehung
mit etwas, das wie ein Fisch aussieht.
TV Guide: OK, also wie war es, John Barrowman zu küssen?
Marsters: Ich habe noch nie ein Mann geküsst. Glücklicherweise war meine Freundin, Patricia, dabei.
Sie meinte, sie habe sich schon immer vorgestellt, dass ich einen anderen Mann küsse. Da wird im wahren Leben wohl
nicht passieren, also habe ich sie mit ans Set genommen. Sie fand es heiß. Ich habe meine Freundin angeturnt -
war also alles nicht so schlimm.
TV Guide: Wer ist Ihre Freundin?
Marsters: Was ich über sie sagen kann ist, dsas sie Patricia heißt und Mode und Design in Deutschland
studiert. Sie ist großartig. Wir sind seit dreieinhalb Jahren zusammen.
TV Guide: Sie lebt in Deutschland – Sie nicht. Wie ist so eine Fernbeziehung?
Marsters: Scheiße. Gerade weil sie wie gesagt so großartigt ist, ist es schwer, so weit
von ihr entfernt zu sein. Gleichzeitig bin ich zu Zeit so beschäftigt. Wenn meine Freundin von mir erwarten
würde sieben Tage die Woche bei ihr zu sein, hätte ich eine sehr frustrierte Freundin.
TV Guide: Wie sind Sie zu einer Rolle in einer britischen SciFi-Serie gekommen?
Marsters: Ich war auf Tour in Großbritanien – ich hatte meine Band aufgelöst, also war
es bloß ich mit meiner Gitarre – und meine Tour-Managerin, Lisa, hat mich dazu gebracht Doctor Who zu gucken.
Ich dachte, es ist eine gut geschriebene Serie und ich würde gerne darin mitspielen. Also hat mein Agent
Russell T. Davies angerufen, der Queer as Folk geschrieben hat und für Doctor Who verantwortlich ist. Russell
sagt nein, aber er würde mich gern bei Torchwood haben, der Ableger-Serie. Es ist eine witzige, subversive Serie
ähnlich wie Buffy. Ich fühl mich wie zu Hause.
TV Guide: Gab es einen besonders subversiven Moment in Buffy?
Marsters: Worauf ich am meisten stolz bin, ist die Folge mit dem bewaffneten Jungen im Glockenturm so kurz
nach dem Columbine-Attentat. Und ganz besonders aber auch die Beziehung zwischen Willow und Tara. Es war eine
große Sache und Joss [Whedon] stand unter einer Menge Druck, als er das gemacht hat. Er hat es großartig hinbekommen
und einer Menge lesbischer Frauen etwas Gutes getan. Es ist eins der besten Dinge, an denen ich teilhaben konnte.
TV Guide: Wird jetzt niemals einen Spike-Ableger geben?
Marsters: Die Idee ist nicht vollständig gestorben. Ich habe Joss gesagt, ich will den Charakter nicht als
alten Vampir spielen. Das wäre furchtbar. [lacht] Aber ich sehe noch besser aus als ich dachte. Mit der richtigen
Beleuchtung merkt es vielleicht keiner.
TV Guide: Wie war es am Set von Torchwood? Unterscheidet es sich sehr von amerikanischen Sets?
Marsters: [lacht] Wenn man nicht eingeweiht ist, ist ein kleiner Schock. Es ist eine sexuell recht aufgeladenen
Serie, es gibt eine Menge sexuelle Anspielungen und Doppeldeutigkeiten, aber nichts davon ist ernst gemeint.
Nach den ersten vier Tagen hab ich angefangen Dinge zu sagen, die selbst John haben rot anlaufen lassen. Ich hab
ihm gesagt: “Mann, du hättest dich nicht von der Leine lassen sollen. Ich hab dir gesagt, ich bin versauter als du.”
TV Guide: Sie tauchen später in der Staffel noch einmal auf. Spielen Sie auch in der nächsten Staffel mit?
Marsters: Wäre schön. Der Charakter ist sexy und ein Bösewicht. Warum sollte man damit aufhören? Außerdem ist Wales
toll. Wenn jemand mal schönen Urlaub machen will und nichts gegen Möwen hat, fahrt nach Wales.
TV Guide: Haben Sie nicht Teile Ihres neuen Albums “Like a Waterfall” dort geschrieben?
Marsters: Ich habe drei Songs fertig geschriebne und an ein paar anderen gearbeitet. Es war eine
tolle Zeit. Als ich die letzte Folge dort gedreht habe, hatte ich dummerweise einen gebrochenen Finger und konnte
nicht Gitarre spielen.
TV Guide: Wie haben Sie sich die Hand gebrochen?
Marsters: Uhm, das ist in Kanada passiert. Aber auf Gründen professioneler Diskretion kann ich dazu
nicht mehr sagen.
TV Guide: Haben Sie sich mit einem anderen Darsteller am Set von Smallville geprügelt?
Marsters: Nein, ich habe mich seit gut 12 Jahren nicht mehr geprügelt. Ich bin jetzt einer gut Junger, aber
erzählen Sie das nicht weiter.
TV Guide: Wann waren Sie denn ein böser Junge?
Marsters: Als man mich vom College geworfen hat, hatte ich eine ziemlich wilde Zeit. Der Direktor von
Juilliard meinte [spricht mit britischem Akzent]: “Sie sollte aufhören, bevor Sie verbittern. Sie werden es niemals
schaffen, also verschwinden Sie.” Ich bin nicht verbittert, es ist gut gelaufen. Danach hat es schon geschmerzt
und es führte zu einer recht dunklen Zeit – spaßig aber dunkel.
TV Guide: Kürzlich haben Sie “Like a Waterfall” auf ihrer Webseite veröffentlich.
Wie würden Sie ihre Musik beschreiben?
Marsters: Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Folk und Blues mit ein bißchen Punk und Rock. Es ist
auch etwas Joni Mitchell und Jazz mit drin. Ben Peeler, Gitarist bei den Wallflowers, ist auch darauf zu hören.
Viele der Songs wurden von meiner Freundin inspiriert oder handeln von ihr. Ich wollte das Album erst nach ihr
benennen, aber habe mich doch was für etwas diskreteres entschieden. Sie hat tolle Haare, die wie ein Wasserfall um
ihre Schultern fällt.
TV Guide: Sie waren schon einmal verheiratet. Haben Sie Kinder?
Marsters: Ich rede nicht gerne darüber, aber ja. Ich habe einen Sohn und passe
auf meine Nichte auf. Ich bin sehr stolz auf die Beiden.